US-Präsident Donald Trump erhöht den wirtschaftlichen Druck auf Iran. Die neuen Sanktionen richten sich nicht nur gegen Teheran, sondern könnten auch Unternehmen, Banken und Handelspartner in anderen Ländern treffen.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Bereiche Schifffahrt, Luftfahrt, Technologie, digitale Vermögenswerte und Gold. Ziel der US-Regierung ist es, die verbleibenden wirtschaftlichen Einnahmequellen Irans weiter einzuschränken.
Eine wichtige Rolle spielt dabei China. Nach Angaben aus dem Bericht gehen rund 90 Prozent der iranischen Ölexporte nach China. Trotz jahrelanger US-Sanktionen gelangt iranisches Öl weiterhin zu chinesischen Abnehmern.
Die USA könnten deshalb auch chinesische Banken und Unternehmen mit sogenannten Sekundärsanktionen unter Druck setzen. Das könnte die Handelsbeziehungen zwischen Washington und Peking zusätzlich belasten.
Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping werden voraussichtlich in den kommenden Wochen zusammentreffen. Die verschärfte Iran-Politik könnte damit auch die Gespräche zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt beeinflussen.
Die möglichen Folgen beschränken sich nicht auf China. Auch Unternehmen und Finanzinstitute aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Türkei und Indien könnten betroffen sein, wenn sie weiterhin Geschäfte mit Iran machen.
Ein Experte warnt deshalb vor einem größeren wirtschaftlichen Risiko. Je umfassender die USA ihre Sanktionsstrategie umsetzen, desto größer könne der Druck auf die US-amerikanische und globale Wirtschaft werden.
Bei den Iran-Sanktionen der vergangenen Jahre wurden laut dem Bericht zahlreiche Unternehmen und Schiffe außerhalb Irans auf die Sanktionslisten gesetzt. Dabei handelte es sich häufig um ausländische Akteure, die mit Iran Geschäfte machten.
Trotz der Sanktionen hat Iran bisher Wege gefunden, einen Teil seiner Handelsgeschäfte fortzusetzen. Dazu gehören sogenannte Schattenflotten, Zwischenunternehmen und alternative Zahlungssysteme.
Kritiker befürchten deshalb, dass noch härtere Sanktionen den Handel nicht vollständig stoppen könnten.
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Gleichzeitig könnte eine weitere Verschärfung der Maßnahmen langfristig die internationale Nutzung des US-Dollars beeinflussen. Wenn immer mehr Länder versuchen, US-Sanktionen zu umgehen, könnten sie nach alternativen Zahlungsmöglichkeiten und Handelswegen suchen.
Eine weitere Sorge betrifft den globalen Energiemarkt. Sollten die neuen Maßnahmen den iranischen Ölhandel deutlich einschränken, könnte das Angebot auf den internationalen Märkten sinken.
Höhere Energiepreise könnten wiederum die Kosten für Verbraucher in den USA und anderen Ländern erhöhen. Autofahrer könnten mehr für Benzin bezahlen, während steigende Transport- und Energiekosten auch andere Waren verteuern könnten.
Die US-Regierung setzt mit der neuen Strategie weiterhin auf maximalen wirtschaftlichen Druck gegen Iran. Die entscheidende Frage ist jedoch, ob die Sanktionen Teheran tatsächlich zu einem Kurswechsel zwingen – oder ob sie gleichzeitig neue wirtschaftliche Risiken für die USA und ihre Handelspartner schaffen.