Die Spannungen zwischen Iran und den USA nehmen weiter zu. Der neu ernannte iranische Sicherheitschef Mohsen Rezaee hat davor gewarnt, dass jedes Land, das sich den USA bei neuen Sanktionen gegen Iran anschließt, von Teheran als Feind betrachtet werden könnte.
In einem Fernsehinterview am Samstag erklärte Rezaee, Iran werde auf weitere Maßnahmen der US-Regierung unter Präsident Donald Trump mit einer schweren Reaktion antworten. Er forderte gleichzeitig die Nachbarländer und andere Staaten weltweit auf, sich nicht an den geplanten wirtschaftlichen Maßnahmen der USA zu beteiligen.
- Deutschland vor der Heim-WM Große Hoffnungen beim Basketball
- Tom Cruise unterstützt Paramount-Chef und dessen Plan für 30 Filme pro Jahr
- Grand Canyon unter Wasser: Zwei Tote und rund 15 Vermisste
Rezaee sagte, jedes Land, das sich an wirtschaftlichen Einschränkungen gegen Iran beteilige, werde von Iran als feindlicher Staat angesehen. Für den Fall weiterer Maßnahmen der USA kündigte er eine besonders harte Reaktion an.
Die Äußerungen kommen wenige Tage nachdem US-Finanzminister Scott Bessent in einem Interview mit CNBC angekündigt hatte, dass Washington eine weitreichende wirtschaftliche Isolation Irans vorbereite.
Bessent sprach von einer der größten koordinierten Maßnahmen zur wirtschaftlichen Isolation in der Geschichte. Er erklärte, dass die USA dabei auf die Unterstützung ihrer Verbündeten und anderer Länder setzen würden.
Nach Angaben des US-Finanzministers sollen die neuen Sanktionen die iranische Wirtschaft stark unter Druck setzen. Washington will damit nach eigener Darstellung auch die Fähigkeit Irans einschränken, seinen Einfluss über verbündete bewaffnete Gruppen in der Region auszuweiten.
Bessent erklärte außerdem, dass die geplanten Sanktionen wahrscheinlich dazu führen würden, dass die USA ihre militärischen Angriffe auf Ziele im Iran vorerst nicht wieder aufnehmen.
Die Aussagen aus Washington wurden von der iranischen Regierung scharf kritisiert. Der iranische Außenminister warf den USA wirtschaftlichen Terrorismus vor und bezeichnete die geplanten Maßnahmen als Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Washington versucht unterdessen, weitere Länder dazu zu bewegen, die iranische Wirtschaft stärker zu isolieren. Besonders wichtig ist dabei China, das enge wirtschaftliche Beziehungen zu Iran unterhält.
China hat die Pläne der USA kritisiert. Die chinesische Regierung vertritt die Position, dass neue wirtschaftliche Sanktionen keine Lösung für den Konflikt darstellen würden.
Damit verschärft sich der Streit zwischen Washington und Teheran weiter. Während die USA auf wirtschaftlichen Druck und die Unterstützung ihrer Verbündeten setzen, warnt Iran vor einer harten Reaktion auf Staaten, die sich an den Sanktionen beteiligen. Welche konkreten Maßnahmen beide Seiten als Nächstes ergreifen werden, bleibt zunächst offen.