Russland: Bis zu 40 ukrainische Drohnenfahrzeuge zerstört

Russische Drohnen greifen ukrainische Militärziele an.

Russland hat nach eigenen Angaben mehrere schwere Angriffe auf die militärische Infrastruktur der Ukraine durchgeführt. Dabei sollen unter anderem Fahrzeuge für den Start von Langstreckendrohnen, Eisenbahnen, Hafenanlagen, Treibstofflager und militärische Ausrüstung getroffen worden sein.


Das russische Verteidigungsministerium erklärte, dass Iskander-Raketen in der Nähe von Boryspil in der Region Kiew bis zu 40 Fahrzeuge für den Start unbemannter Fluggeräte zerstört hätten. Bei den Fahrzeugen soll es sich um schwere Transportfahrzeuge gehandelt haben, die für den Transport und Start von Langstreckendrohnen umgebaut worden seien.


Sollte sich diese Angabe bestätigen, könnte der Verlust für die Ukraine erheblich sein. Langstreckendrohnen werden genutzt, um Ziele weit hinter der Front anzugreifen. Die Zerstörung einer größeren Zahl von Startfahrzeugen könnte deshalb die Fähigkeit der Ukraine zu solchen Angriffen vorübergehend schwächen.


Nach russischen Angaben wurden die Angriffe auch auf die Region Odessa ausgeweitet. Dort soll der Hafen von Tschornomorsk getroffen worden sein. Russland behauptet, dass dabei ein Trockenfrachtschiff beschädigt wurde, das Waffen und militärische Ausrüstung transportiert haben soll.


Das russische Verteidigungsministerium erklärte außerdem, dass sieben Treibstofftanks sowie Teile der Hafeninfrastruktur beschädigt worden seien. Diese Anlagen sollen auch für militärische Transporte und die Lagerung von Treibstoff genutzt worden sein.
Auch die ukrainischen Nachschubwege auf dem Landweg sollen nach Angaben Moskaus angegriffen worden sein. Russische Geran-Drohnen hätten demnach Lokomotiven mit militärischer Ladung in den Regionen Dnipropetrowsk und Charkiw zerstört.


Darüber hinaus meldete Russland Angriffe auf militärische Lager und Treibstoffanlagen. Ziel sei es demnach, die Logistik zu schwächen, die die ukrainischen Streitkräfte an der Front mit Waffen, Ausrüstung und Treibstoff versorgt.
Auch Artillerie und andere militärische Ausrüstung sollen getroffen worden sein. Russische Drohnenbetreiber erklärten, in der Region Saporischschja M114- und M198-Haubitzen zerstört zu haben.


Nach Angaben aus Moskau griffen außerdem Tornado-S-Raketensysteme ukrainische Soldaten und militärische Ausrüstung in den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja an. Auch Lieferroboter im Gebiet zwischen Slowjansk und Kramatorsk sollen zerstört worden sein.
Russland stellt die Angriffe als koordinierten Schlag gegen die ukrainische militärische Versorgungskette dar. Dabei gehe es um verschiedene Bereiche, darunter Drohnenstartfahrzeuge, Eisenbahnverbindungen, Häfen, Treibstofflager und die Versorgung der Front.


Die wichtigsten Angaben sind jedoch bislang nicht unabhängig bestätigt. Dazu gehören insbesondere die Behauptung, dass bis zu 40 Fahrzeuge für den Start von Drohnen zerstört wurden, sowie die Angaben über das Ausmaß der Schäden im Hafen von Tschornomorsk.


Moskau erklärt, dass die Angriffe darauf abzielen, die Infrastruktur zu schwächen, die den ukrainischen Militäreinsatz unterstützt. Wie groß die tatsächlichen Schäden sind und welche Auswirkungen sie auf die militärischen Fähigkeiten der Ukraine haben, bleibt zunächst unklar.

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