Die USA erhöhen den wirtschaftlichen Druck auf Iran deutlich. US-Finanzminister Scott Bessent hat am Montag, dem 24. August 2026, in Washington eine neue Kampagne gegen Iran angekündigt. Sie trägt den Namen „Operation Economic Outcast“. Ziel der US-Regierung ist es, die finanziellen Einnahmen Irans weiter zu begrenzen und das Land international stärker zu isolieren.
Besonders auffällig waren die Aussagen von Scott Bessent an die einfachen Soldaten und Sicherheitskräfte, die das iranische System unterstützen.
Bessent erklärte, dass viele Soldaten möglicherweise mit verspäteten oder ausbleibenden Gehaltszahlungen konfrontiert seien. Er forderte sie auf, darüber nachzudenken, ob ihre Führung das Land tatsächlich zum Erfolg oder vielmehr in Richtung einer schweren Krise führe.
Dabei verwies der US-Finanzminister auf den Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989. Damals entschieden sich Sicherheitskräfte in der DDR schließlich dagegen, auf die eigene Bevölkerung zu schießen. Bessent nutzte dieses historische Beispiel, um den iranischen Sicherheitskräften eine politische Botschaft zu senden.
Parallel zu diesen Aussagen kündigte das US-Finanzministerium weitere wirtschaftliche Maßnahmen gegen Iran an. Nach Angaben des Ministeriums wurden rund 60 Personen, Unternehmen und Schiffe ins Visier genommen, die mit iranischen Öl-, Finanz-, Militär- und Umgehungsnetzwerken verbunden sein sollen.
Washington will außerdem wichtige Bereiche stärker unter Druck setzen. Dazu gehören unter anderem digitale Vermögenswerte, Technologie, Gold, Luftfahrt und Schifffahrt. Unternehmen und Organisationen, die Iran bei der Umgehung von Sanktionen unterstützen, könnten ebenfalls Konsequenzen durch die USA bekommen.
Mit der neuen Kampagne versucht die US-Regierung, Iran nicht nur direkt zu sanktionieren. Washington will auch Unternehmen und Finanznetzwerke anderer Länder davon abhalten, weiterhin Geschäfte mit Teheran zu machen.
Bessent warnte, dass Unternehmen, die beispielsweise Geldwäsche für Iran ermöglichen, den Zugang zum US-Dollar-System verlieren könnten. Damit setzt die US-Regierung auf die große Bedeutung des US-Dollars im internationalen Finanzverkehr.
Für Iran kann dieser Druck besonders problematisch sein, weil das Land bereits seit Jahren mit internationalen Sanktionen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpft.
Iran ist ein bedeutender Ölproduzent. Einnahmen aus dem Ölgeschäft sind für den Staat eine wichtige Quelle für Devisen und zur Finanzierung verschiedener staatlicher Aufgaben.
Die USA versuchen deshalb, den Verkauf von iranischem Öl und die damit verbundenen Finanz- und Transportnetzwerke stärker zu kontrollieren. Gleichzeitig richtet sich der Druck auch gegen Unternehmen, die Iran beim Transport, bei Finanztransaktionen oder bei der Umgehung bestehender Sanktionen helfen.
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Die neue Strategie zeigt, dass Washington wirtschaftlichen Druck als wichtigen Teil seiner Iran-Politik betrachtet.
Die neuen US-Maßnahmen richten sich nicht nur gegen iranische Akteure. Washington hat deutlich gemacht, dass auch ausländische Unternehmen und Organisationen Konsequenzen erwarten müssen, wenn sie Iran bei bestimmten Geschäften unterstützen.
Damit entsteht zusätzlicher Druck auf Länder und Unternehmen, die weiterhin wirtschaftliche Beziehungen zu Iran unterhalten. Besonders wichtig ist dabei die Frage, wie große Handelspartner Irans auf die neuen US-Drohungen reagieren werden.
Aus Iran kamen bereits kritische Reaktionen auf die neuen US-Maßnahmen. Vertreter des Landes weisen die amerikanischen Drohungen zurück und betonen, dass Iran weiterhin Beziehungen zu seinen internationalen Partnern unterhalten könne.
Damit bleibt offen, ob die neue US-Kampagne tatsächlich zu einer politischen Kursänderung in Teheran führen wird.
Die Ankündigung zeigt außerdem eine wichtige Entwicklung in der amerikanischen Iran-Politik. Neben militärischen und diplomatischen Maßnahmen setzt Washington zunehmend auf wirtschaftlichen Druck.
Die USA wollen Iran vom internationalen Finanzsystem abschneiden und gleichzeitig die Einnahmen des Landes begrenzen. Bessent stellte dabei eine klare Wahl dar: Iran könne entweder weiter wirtschaftlich isoliert werden oder einen Weg zurück zu besseren Beziehungen mit der internationalen Wirtschaft einschlagen.
Wie wirksam diese Strategie sein wird, ist jedoch noch nicht klar. Iran hat in der Vergangenheit verschiedene Wege entwickelt, um internationale Sanktionen zu umgehen. Deshalb dürfte die Umsetzung der neuen Maßnahmen in den kommenden Wochen besonders wichtig werden.