Am 14. August 2026 sorgt der deutsche TV-Moderator Matthias Killing mit offenen Worten über die aktuelle Situation in der Fernsehbranche für Aufmerksamkeit. Der Moderator des „Sat.1-Frühstücksfernsehen“ spricht über die zahlreichen Veränderungen bei privaten Sendern und die Folgen für seine Kollegen.
Besonders die zunehmende Bedeutung von Streaming verändert den Fernsehmarkt. Viele Zuschauer wechseln vom klassischen Fernsehen zu digitalen Angeboten. Für Sender bedeutet das neue Geschäftsmodelle, Umstrukturierungen und teilweise auch den Abbau von Arbeitsplätzen.
Killing äußerte sich gegenüber der Abendzeitung zu den Kündigungen in seiner Branche. Er sagte: „Das ist brutal“ und erklärte, dass er häufig an Kollegen denke, die wegen Umstrukturierungen ihre Arbeitsplätze verloren haben.
Gleichzeitig sieht der 46-Jährige die Veränderungen auch als Teil eines Marktes, der sich ständig weiterentwickelt. Seiner Einschätzung nach wird Streaming immer wichtiger, während Zuschauer zunehmend vom linearen Fernsehen zu digitalen Angeboten wechseln.
Die deutsche TV-Branche befindet sich seit einiger Zeit in einem deutlichen Wandel. Streamingdienste haben das Nutzungsverhalten vieler Menschen verändert. Zuschauer können Filme, Serien und andere Inhalte heute unabhängig von festen Sendezeiten abrufen.
Diese Entwicklung stellt klassische Fernsehsender vor neue Herausforderungen. Unternehmen müssen ihre Angebote anpassen und gleichzeitig Kosten kontrollieren. In diesem Zusammenhang kam es bei mehreren privaten Sendergruppen zu größeren Personalveränderungen.
Bei ProSiebenSat.1 wurden im Jahr 2025 rund 430 Vollzeitstellen gestrichen. Bei RTL fielen nach den vorliegenden Berichten rund 600 Stellen weg. Als Gründe werden unter anderem Kostensenkungen, ein schwacher Werbemarkt und die stärkere Nutzung von Streaming genannt.
Matthias Killing versucht selbst, sich breiter aufzustellen. Neben seiner Arbeit beim „Sat.1-Frühstücksfernsehen“ moderiert er verschiedene Sportveranstaltungen und Live-Übertragungen.
Darin sieht er einen Vorteil, weil Live-Sport auch im Streaming-Zeitalter eine besondere Bedeutung behalten kann. Zu seinen Tätigkeiten gehören unter anderem Moderationen im Fußball, Eishockey und Basketball. Auch bei der DTM ist Killing als Moderator im Einsatz.
Für September steht außerdem eine neue Aufgabe an: Killing wird erstmals die Musikshow „The Voice of Germany“ moderieren. Die neue Staffel startet für ihn als Moderator am 11. September 2026.
Trotz der Veränderungen sieht Killing keine nahe Zukunft, in der das klassische Fernsehen vollständig verschwindet.
Er glaubt, dass sich das Fernsehen weiter verändern wird, aber auch in zehn Jahren noch existieren kann. Dabei verweist er auf sein eigenes Nutzungsverhalten: Mit 46 Jahren schaue er weiterhin lineares Fernsehen und gehe davon aus, dies auch mit 56 noch zu tun.
Seine Einschätzung ist damit weniger eine Ablehnung von Streaming als vielmehr ein Plädoyer für ein Nebeneinander verschiedener Angebote.
Für Menschen, die eine Karriere im Fernsehen beginnen möchten, hat Killing ebenfalls einen persönlichen Rat. Sie sollten sich zunächst fragen, warum sie diesen Beruf machen wollen.
Berühmt zu werden, sei aus seiner Sicht kein guter Grund für eine Tätigkeit vor der Kamera. Wichtiger seien Motivation, Interesse und die Fähigkeit, Geschichten zu erzählen.
Sein eigener beruflicher Weg zeigt, wie wichtig unterschiedliche Erfahrungen sein können. Killing arbeitet seit Juni 2009 beim „Sat.1-Frühstücksfernsehen“ und hat sein Tätigkeitsfeld später um Sportmoderationen und weitere TV-Projekte erweitert.
Die Aussagen von Matthias Killing kommen zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Mediennutzung in Deutschland weiter verändert. Klassische Fernsehsender konkurrieren nicht mehr nur untereinander, sondern auch mit zahlreichen digitalen Plattformen.
Für Moderatoren und andere Mitarbeiter der Branche kann das bedeuten, dass mehrere berufliche Standbeine wichtiger werden. Gleichzeitig bleiben Live-Sendungen, Sportveranstaltungen und große Shows Bereiche, in denen Fernsehen weiterhin eine starke Rolle spielt.
Matthias Killing selbst sieht die Zukunft des Fernsehens trotz aller Veränderungen nicht pessimistisch. Er erwartet einen weiteren Wandel, glaubt aber weiterhin an die Bedeutung klassischer TV-Angebote.
Seine Aussagen zeigen vor allem eines: Die deutsche Fernsehbranche verändert sich, verschwindet aber nicht einfach. Für Zuschauer entstehen neue Möglichkeiten, während Sender und TV-Persönlichkeiten ihre Arbeitsweise an die veränderten Gewohnheiten anpassen müssen.