Zuschauer, obwohl die iranische Fußballnationalmannschaft bereits in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft ausgeschieden war, wurde sie bei ihrer Rückkehr am Mittwoch auf dem Mehrabad-Flughafen in Teheran mit einem großartigen und begeisterten Empfang willkommen geheißen. Enttäuschung war zwar vorhanden, doch die Nation stand weiterhin hinter ihrer Mannschaft und machte deutlich, dass Team Melli – ob Sieg oder Niederlage – immer einen Platz in ihren Herzen haben wird.
Schon seit dem frühen Morgen versammelten sich Hunderte Fans am Flughafen. Menschen aller Altersgruppen, von Kindern bis zu Senioren, schwenkten iranische Nationalflaggen, riefen „Iran, Iran!“ und begrüßten die Spieler mit großem Applaus. Viele Unterstützer trugen Trikots von Team Melli, andere brachten Blumen und Banner mit, um den Spielern zu zeigen, dass ihre harte Arbeit von der Nation geschätzt wird.
Der Iran war diesmal dem Einzug in die K.-o.-Phase der Weltmeisterschaft sehr nahe. Die Mannschaft spielte alle Gruppenspiele unentschieden und belegte in Gruppe G den dritten Platz. Nach dem neuen Turnierformat qualifizierten sich jedoch nur die besten Gruppendritten für die nächste Runde. Unglücklicherweise reichten das Torverhältnis und die Ergebnisse der anderen Gruppen nicht aus, sodass Team Melli den Einzug in die Runde der letzten 32 nur um ein einziges Tor verpasste.
Die iranische Mannschaft kehrte über die Türkei aus Mexiko nach Teheran zurück. Während der Weltmeisterschaft sollte ihr Quartier ursprünglich im US-Bundesstaat Arizona liegen. Wegen Visa- und Reisebeschränkungen musste das Team sein Trainingslager jedoch nach Tijuana in Mexiko verlegen. Am Flughafen spielte eine Militärkapelle die Nationalhymne, während die Fans ihre Mannschaft lautstark feierten.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt Torhüter Alireza Beiranvand, der gegen Belgien mit mehreren wichtigen Paraden überzeugte. Er erklärte den Medien emotional: „Wir konnten uns leider nicht qualifizieren und Ihnen nicht die Freude schenken, die Sie sich erhofft hatten. Dafür möchten wir uns bei unserem Volk entschuldigen. Ich versichere Ihnen jedoch, dass jeder Spieler auf dem Platz alles gegeben hat.“
Verteidiger Ramin Rezaeian sprach ebenfalls über die Schwierigkeiten der Mannschaft. Aufgrund der amerikanischen Einwanderungsbestimmungen und Reisebeschränkungen musste das Team nach jedem Spiel sofort nach Mexiko zurückkehren. Dadurch wurden Regeneration, Training und Spielvorbereitung erheblich beeinträchtigt. Er betonte, dass der Iran die Qualität für das Weiterkommen gehabt habe, außergewöhnliche Umstände dies jedoch erschwerten.
Der dramatischste Moment der Gruppenphase ereignete sich am letzten Spieltag. Ein Treffer gegen Ägypten in der Nachspielzeit wurde nach VAR-Überprüfung wegen Abseits aberkannt, wodurch der Traum von der direkten Qualifikation platzte. Anschließend hing die Hoffnung des Iran von den Ergebnissen anderer Gruppen ab. Der Sieg Algeriens ließ kurz Hoffnung aufkommen, doch der späte Ausgleich Österreichs veränderte alles, sodass sich Senegal dank des besseren Torverhältnisses für die K.-o.-Runde qualifizierte.
Auch die Fans am Flughafen unterstützten ihre Mannschaft mit großer Leidenschaft. Eine Anhängerin namens Mona Banisafa erklärte, die Spieler hätten in jedem Spiel ihr Bestes
gegeben, und sie sei lediglich gekommen, um ihnen zu danken. Ihrer Meinung nach hätte der Iran unter besseren Bedingungen ein besseres Ergebnis erzielt.
Nach dem Ende der Weltmeisterschaft bedankte sich die iranische Mannschaft auch bei Mexiko, insbesondere bei den Menschen in Tijuana. In ihrer Botschaft bezeichnete das Team Mexiko als seine zweite Heimat und versprach, die dort erfahrene Gastfreundschaft niemals zu vergessen.
Abschließend bewies der begeisterte Empfang der Fans in Teheran erneut, dass Fußball nicht nur aus Siegen und Niederlagen besteht. Manchmal sind Einsatz, Leidenschaft und die Vertretung des eigenen Landes genauso wertvoll wie ein Sieg. Auch wenn die Weltmeisterschaft für den Iran bereits in der Gruppenphase endete, gewann Team Melli mit seiner Leistung und seinem Kampfgeist die Herzen seiner Unterstützer.