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Der Einfluss von Klimaaktivisten auf große Energiekonzerne nimmt deutlich ab. Das zeigen die aktuellen Hauptversammlungen der US-Ölunternehmen Chevron und ExxonMobil. Noch vor wenigen Jahren konnten Investoren mit Unterstützung von Umweltgruppen wichtige Reformen durchsetzen. Heute erhalten entsprechende Anträge nur noch wenig Zustimmung.
Bei der Hauptversammlung von Chevron stimmten rund 97 Prozent der Aktionäre für die Unternehmensführung und die Vergütung des Managements. Ein Antrag zu den Rechten indigener Gemeinschaften im Zusammenhang mit Umweltfragen erhielt lediglich neun Prozent Zustimmung.
Auch bei ExxonMobil setzte sich die Konzernführung klar durch. Die Aktionäre unterstützten mit 71,3 Prozent den Vorschlag, den Firmensitz rechtlich von New Jersey nach Texas zu verlegen. Kritiker befürchten, dass dadurch die Rechte der Aktionäre geschwächt werden könnten.
Kritik an ExxonMobil wächst
Ein weiterer Antrag zur Reform des Abstimmungssystems für Investoren erhielt nur 23,5 Prozent Zustimmung. Dennoch sehen Aktivisten darin ein Signal der Unzufriedenheit unter einigen Anlegern.
Exxon-Chef Darren Woods wies die Kritik während der Versammlung deutlich zurück. Er bezeichnete mehrere Aktionärsanträge als nicht ernsthaft und kritisierte besonders Vertreter der Stadt New York sowie konservative Gruppen, die mehr Kontrolle über den Vorstand fordern.
Umwelt- und Governance-Aktivisten werfen dem Unternehmen dagegen vor, Kritik gezielt abzuwehren und den Einfluss von Investoren einzuschränken. Vertreter der New Yorker Pensionsfonds erklärten, das Abstimmungsergebnis zeige trotz der Niederlage eine „bedeutende Unterstützung“ für Reformen.
Investitionen in neue Energietechnologien
Während die Debatte um Klimaschutz bei Ölkonzernen an Bedeutung verliert, investieren andere Unternehmen weiter in neue Energietechnologien.
Der Biokraftstoffhersteller POET LLC hat im US-Bundesstaat South Dakota ein neues Wärmespeichersystem in Betrieb genommen. Die Anlage wurde vom Unternehmen Antora entwickelt und speichert Energie mithilfe isolierter Kohlenstoffblöcke. Die Kapazität beträgt fünf Gigawattstunden.
Finanziert wurde das Projekt unter anderem von der australischen Investmentfirma Grok Ventures. Zu den weiteren Unterstützern von Antora gehören Investoren wie BlackRock, Temasek und Breakthrough Energy Ventures.
Wirtschaftliche Folgen von Hitze in Deutschland
Eine Analyse von Allianz Trade warnt vor erheblichen wirtschaftlichen Schäden durch extreme Hitze in Deutschland. Sollte die Zahl der Hitzewellen weiter steigen, könnten bis 2030 Kosten von bis zu 131 Milliarden Dollar entstehen. Zudem könnte die Wirtschaftsleistung um bis zu drei Prozent sinken.
Frankreich plant großes Offshore-Windprojekt
Der französische Energiekonzern TotalEnergies hat einen Antrag für ein Offshore-Windprojekt in der Normandie eingereicht. Der Windpark soll eine Leistung von 1,5 Gigawatt erreichen.
Das Investitionsvolumen liegt bei rund 4,5 Milliarden Euro. Während der dreijährigen Bauphase sollen bis zu 2.500 Arbeitsplätze entstehen.
Mehr Kohle durch Übernahme von Dominion Energy
Nach Einschätzung von Sustainable Fitch könnte der Energiekonzern NextEra Energy durch die geplante Übernahme von Dominion Energy stärker auf CO₂-intensive Energiequellen setzen. Dazu zählen auch Kohlekraftwerke.
Experten sehen darin ein Zeichen für ein wachsendes Problem der Branche: Der steigende Strombedarf erschwert den schnellen Ausbau klimafreundlicher Energiequellen.
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