Rangers-Aus: Jablonec setzt sich mit 4:3 durch

Rangers-Aus: Jablonec setzt sich mit 4:3 durch

Jablonec, Tschechien, August 2026 – Für die Glasgow Rangers ist das europäische Abenteuer in dieser Saison überraschend früh beendet. Der schottische Traditionsklub verlor am Donnerstagabend, dem 27. August, das Rückspiel der UEFA Conference League Play-offs beim tschechischen Verein FK Jablonec mit 0:1. Nach Hin- und Rückspiel stand es insgesamt 1:1, sodass die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen musste. Dort setzte sich Jablonec mit 4:3 durch.

Die Rangers waren mit einem kleinen Vorteil nach Tschechien gereist. Im Hinspiel im Ibrox Stadium hatte die Mannschaft von Trainer Derek McInnes mit 1:0 gewonnen. Ein Unentschieden im Rückspiel hätte deshalb bereits gereicht, um den Einzug in die Conference-League-Ligaphase zu schaffen. Doch die Rangers konnten ihren Vorsprung nicht verteidigen.

In der ersten Halbzeit hatten die Schotten große Probleme, offensiv für Gefahr zu sorgen. Jablonec spielte engagiert und erhöhte nach der Pause den Druck. In der 73. Minute erzielte Vakhtang Tchanturishvili schließlich das entscheidende Tor für die Gastgeber. Sein Treffer sorgte für den 1:1-Ausgleich in der Gesamtwertung und brachte die Partie in die Verlängerung.

Auch in den zusätzlichen 30 Minuten fiel kein weiteres Tor. Damit musste das Elfmeterschießen über das Weiterkommen entscheiden. Für die Rangers begann die Entscheidung zunächst hoffnungsvoll, doch mehrere Fehlschüsse besiegelten letztlich das Aus. Torhüter Ivor Pandur konnte zwar einen Versuch von Filip Zorvan parieren, doch Findlay Curtis schoss seinen Elfmeter über das Tor. Anschließend scheiterte auch James Penrice an Jablonec-Torhüter Jan Hanuš.

Auf der anderen Seite behielt Jan Chramosta die Nerven. Er verwandelte den entscheidenden Elfmeter und machte damit den 4:3-Sieg im Shootout perfekt. Die Spieler von Jablonec feierten den Einzug in die nächste Runde, während die Rangers enttäuscht auf dem Spielfeld zurückblieben.

Für Trainer Derek McInnes ist die Niederlage besonders bitter. Nach dem Spiel zeigte er sich laut mehreren Berichten tief enttäuscht und übernahm Verantwortung für den Auftritt seiner Mannschaft. Die Rangers haben damit innerhalb kurzer Zeit bereits zum zweiten Mal eine europäische Chance verpasst. Zuvor war der Klub in der Qualifikation zur Europa League an Jagiellonia Białystok gescheitert.

Das Ausscheiden ist auch deshalb bemerkenswert, weil die Rangers erstmals seit 2017 keine europäische Gruppen- beziehungsweise Ligaphase erreichen. Für den schottischen Fußball ist die Situation zusätzlich enttäuschend, da auch andere schottische Vereine in den europäischen Wettbewerben Schwierigkeiten hatten.

Jablonec hingegen darf sich über einen wichtigen Erfolg freuen. Der tschechische Klub hat mit einer kämpferischen Leistung und einem erfolgreichen Elfmeterschießen den Einzug in die Conference-League-Ligaphase geschafft. Die Rangers müssen sich dagegen nun vollständig auf die nationalen Wettbewerbe konzentrieren.

Die Niederlage dürfte bei den Rangers in den kommenden Tagen für weitere Diskussionen sorgen. Besonders die fehlende offensive Durchschlagskraft und die entscheidenden Fehler im Elfmeterschießen werden analysiert werden. Für den schottischen Traditionsverein beginnt damit eine schwierige Phase – ohne europäischen Wettbewerb und mit großem Druck auf die Mannschaft.

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